Für die Maya-Maus

Geboren wurdest Du im März 99
und Du warst wirklich winzig.
Ein zweiter Hund kam eigentlich nicht in Frage,
doch Du warst übrig, keiner wollt` Dich haben.
Dein Vater, der war auch schon meiner,
naja, seine Tochter noch dabei, das wär ja feiner.
Nach Hause habe ich Dich mitgenommen,
aller Leute Herzen hast Du gewonnen.
Dein Fell, sowas hatte ich noch nie geseh`n,
wie ein Igel und total verwuschelt, das konnte keiner versteh`n.
Gelernt hast Du von Deinem Papa,
der war ja immer für Dich da.

Doch dann mußte Dein Papa uns verlassen,
ich könnt` mich noch heute dafür hassen.
Aber Du, Du bist mir geblieben,
Dich wollte ich immer lieben.
Vieles haben wir durchgemacht,
oft hatte ich Dich im Arm und hab` geweint und gelacht.
So zerzaust und manchmal etwas trottelig,
aber immer lieb und überaus niedlich.

Angst hattest Du vor fremden großen Hunden,
da mußte ich aufpassen auf unseren Runden.
Zu schnell bist Du davon gelaufen,
ranntest alles über den Haufen.
Immer vorausschauend bin ich mit Dir gegangen
und doch habe ich einen Fehler begangen.
Den Hund, auf der anderen Straßenseite, den sah ich nicht.
Du wolltest hinüber, nur zum Spielen, da erlosch für immer Dein Lebenslicht.

Ein Auto kam, es war zu groß, zu schnell,
dann lagst Du da, mit blutverschmiertem Fell.
Ich nahm Dich auf die Arme,
spürte noch Deine Wärme.
Wickelte Dich in eine Decke ein,
Du wirktest so zerbrechlich, so klein.
Angeschaut hast Du mich mit großen Augen,
konntest keine Luft mehr in Deine Lungen saugen.
Ich dachte, das ist nur ein Traum,
gleich springst Du hervor hinter einem Baum.

Was sollte ich machen, was sollte ich tun?
Du warst dabei für immer zu ruh`n.
Es war zu spät, helfen konnte niemand mehr,
Dein Blick wurde starr , Deine Augen leer.
Die Tränen liefen über mein Gesicht,
doch Du bemerktest es nicht.

Ich habe Dich geküßt,
Dich schon in diesem Moment vermißt.
Wie sollte mein Leben weitergehen ohne Dich?
Ich weiß es manchmal heute noch nicht.

Kurz vor Deinem zweiten Geburtstag wurdest Du aus dem Leben gerissen,
MAYA, meine kleine Maus, ich werd` Dich nie vergessen!
All Deine Sachen, Dein Körbchen, Deine Bälle,
ich heb` sie auf, für alle Fälle.
Du kommst nicht wieder, das ist mir schon klar,
aber ein anderer Hund wird mich begleiten die nächsten Jahr`.
Ohne Hund, das ist kein Leben für mich,
doch es wird keinen Ersatz geben für DICH.
An Dich denke ich jeden Tag mit Schmerzen,
wirst immer einen großen Platz haben in meinem Herzen.

Im Hundehimmel, da geht`s Dir gut,
da hast Du nun auch wieder Mut.
Vor großen Hunden hast Du nun keine Angst mehr,
mit ihnen zu spielen fällt Dir nicht mehr schwer.
Viele Fotos habe ich von Dir
und in meinen Gedanken bist Du immer bei mir.

Mein "Schneckchen", meine kleine "Maus",
ohne Dich ist es leer im Haus.
Manchmal rufe ich Dich, mein kleiner Schatz,
doch Du bist nicht da, machst nicht brav "Platz".

Es tut mir leid, ich habe nicht aufgepaßt,
dieses Wissen ist für mich eine große Last.
Mögest Du ruh`n in Frieden,
im Hundehimmel werden Dich - wie auf Erden - alle lieben!

Maya, geb. 05.03.1999
gest. 15.02.2001

 

(von Alexandra Liedtke)